
Beim Arnschwanger Schulfest am Freitag übernahmen nach dem Eröffnungslied „“Salibonani“, das die 4. Klasse unter der Regie von Claudia Preischl einstudiert hatte, die beiden Drittklässler Antonia Brückl und Jakob Obermeier die Moderation. Sie begrüßten in der voll besetzten Turnhalle neben Eltern, Großeltern und sonstigen Gästen den Bürgermeister Alois Heitzer, Schulamtsdirektor Johannes Reutner und den Schulleiter Hubert Lauerer mit einem Teil seiner Familie.
Dieser ergriff als erster das Wort. Er habe nach 16 Jahren in Arnschwang das Bedürfnis Danke an seine „Mannschaft“ zu sagen. Das Kollegium war von Anfang an eine Mannschaft. Kinder, Lehrer, Eltern, Elternbeirat, Reinigungskräfte, die Betreuer der Mittagsbetreuung bildeten immer ein Team. Dass das immer noch so ist, bewiesen dann die Aufführungen in der Turnhalle und später die Bewirtung und das Angebot an Spiel- und Bastelstationen im Freien.
Sport hatte bei Hubert Lauerer immer einen hohen Stellenwert. Das war auch der Grund, warum viele Beiträge einen „sportlichen“ Hintergrund hatten. Die 1. Klasse präsentierte „Es lebe der Sport. Radfahrende, schifahrende und fußballspielende Kinder eroberten die Bühne zu den jeweils passenden Liedern.
Kinder der 2. und 4. Klasse trommelten und tanzten unter Anleitung von Frau Preischl zu „Mbele Mama – Lobpreis der Erde“. Zu „Applaus, Applaus“ sangen und tanzte die 2. Klasse gemeinsam mit der GS 1 von St. Gunther. Angeleitet wurden sie dabei von Inge Perlinger und Kerstin Schuster.
Lieder rund ums Wandern brachte die AG Schulchor zu Gehör, ist Wandern doch eine von Hubert Lauerers Lieblingsbeschäftigungen. Ein weiteres Lied mit Tanz, „Bleib doch do“, hatte Isabella Hartl gemeinsam mit Cornelia Martin mit der 3. Klasse einstudiert.
Dass man mit Pezzibällen nicht nur Sport machen kann, zeigte die 4. Klasse mit ihrer Trommeleinlage. Angeleitet von Doris Münch trommelten die Kinder zu „Seven Nations Army“.
Den Abschluss der Vorführungen bildete das Kurzmusical des Lehrerkollegiums. Unter dem Titel „Songs of HU“ präsentierte sich die Lehrerschaft. Sie zeigte ihre musikalischen und schauspielerischen Qualitäten, bevor Isabella Hartl und Stephan Brückl, dieser als Vertreter der Elternschaft, ein sehr individuelles Geschenk übergaben: Fritz Maier hatte Hubert Lauerer mit all seinen Vorlieben auf die Leinwand gebannt.
Dann wurde es ganz offiziell. Bevor Schulamtsdirektor Johannes Reutner Hubert Lauerer die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand überreichte, zitierte dieser aus einer Beurteilung aus einer Zeit als Lauerer „nur“ Lehrer war. Hier wurde ihm seine Befähigung zum Schulleiter zugesprochen. Dass diese Beurteilung ihre Berechtigung hatte, sei mit der heutigen Veranstaltung zweifelsfrei bewiesen worden. Hubert Lauerer habe in Arnschwang alles richtig gemacht. Der Job an so einer kleinen Schule sei nicht so einfach. Bei einer hohen Unterrichtsverpflichtung und wenigen Tagen, an denen eine Sekretärin zur Verfügung stünde, und dem „Umgang mit den Kindern und Eltern, der immer interessant und spannend sei, fordere. Aber man konnte sich immer auf Hubert verlassen“. Persönlich habe Reutner den scheidenden Schulleiter „als einen überaus offenen und sehr kommunikativen Schulleiter, der immer das Beste und Machbare für die Schülerinnen und Schüler, für das Kollegium und letztendlich für die gesamte Schulgemeinschaft herausgeholt hat, erlebt.“ Besonders hob Reutner die Zusammenarbeit mit der Partnerklasse von St. Gunther hervor. Diese war eine Herzensangelegenheit für Hubert Lauerer. Heute habe sich gezeigt, wie gut das funktioniere. Zuletzt sprach der Schulamtsdirektor noch das Engagement Lauerers im Bereich des Schulsportes über knapp 20 Jahre an. Er war immer als Ansprechpartner zur Stelle. Am Ende seiner Laudatio wünschte Reutner Hubert Lauerer alles Gute und Gottes Segen. Bei dieser Gelegenheit wurde die neue Schulleiterin, Magdalena Deser kurz vorgestellt.
Auch der Bürgermeister richtete ein paar Worte an den Schulleiter und gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihren Aufführungen. Die Begeisterung in den Gesichtern der Kinder zeige, dass es in Arnschwang eine intakte Schulfamilie mit engagierten Lehrkräften, Eltern und deren Beirat gibt. Es zeige aber auch, dass der Schulleiter nicht nur leitet, sondern auch die notwendigen pädagogischen Freiräume für Schüler und Lehrer ermöglicht. Er hat Hubert Lauerer in seiner kurzen Amtszeit, aber auch als Gemeinderatskollege als einen Menschen mit Augenmaß, Verlässlichkeit und Respekt im Umgang mit Menschen erlebt. Heitzer bedankte sich mit einem „flüssigen Geschenk“ und einem Buch über die Oberpfalz bei dem scheidenden Schulleiter.
Bevor die Schülerinnen und Schüler ins Freie entlassen wurden, bedankte sich Hubert Lauerer noch bei Isabella Hartl, welche die Hauptlast bei der Organisation des diesjährigen Sommerfestes getragen hat. Mit einem Flashmob zu „Wir sagen Dankeschön“ endete der offizielle Teil des Sommerfestes.
Auf dem gesamten Schulgelände waren viele Spielstationen aufgebaut. Die Ortsfeuerwehren aus Arnschwang und Nößwartling boten eine Bastelstation „Flammen“ und eine Wasserspritzstation, die für eine willkommene Abwechslung sorgte, an. Die Kinder konnten sich auch beim Gummistiefelweitwurf messen. Die Fußballabteilung der DJK Arnschwang hatte eine Torwand aufgebaut, wo es drei Preise zu gewinnen gab. Auch der LBV wartete mit einer Bastelstation „Fächer“ auf. Die Sprunggrube hatte der Elternbeirat in ein Schutzsuche-Areal umfunktioniert.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die schön geschmückten Tische und Bänke waren im Schatten aufgebaut, so dass die Besucher Essen und kalte Getränke sowie Kaffee und Kuchen wirklich genießen konnten.







