{"id":1742,"date":"2011-02-20T15:22:31","date_gmt":"2011-02-20T14:22:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.volksschule-arnschwang.de\/?p=1742"},"modified":"2011-05-04T11:49:03","modified_gmt":"2011-05-04T10:49:03","slug":"medienerziehung-ist-ein-teil-der-erziehung-elternbeirat-lud-ein-zu-einem-vortrag-uber-den-umgang-mit-den-neuen-medien-%e2%80%93-bernhard-nagelschmid-referent-%e2%80%93","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.volksschule-arnschwang.de\/?p=1742","title":{"rendered":"Medienerziehung ist ein Teil der Erziehung, Elternbeirat lud ein zu einem Vortrag \u00fcber den Umgang mit den Neuen Medien \u2013 Bernhard Nagelschmid Referent \u2013"},"content":{"rendered":"<p>Der Elternbeirat der Volksschule Arnschwang lud am vergangenen Donnerstag alle interessierten Eltern sowie die Lehrkr\u00e4fte zu einem Vortrag in die Schulaula ein.  Mit Bernd Nagelschmid konnte ein sehr kompetenter Referent gefunden werden, der kurzweilig und fachlich ausgezeichnet durch den Abend f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Zu Beginn testete er die Zuh\u00f6rer  und warf etliche Begriffe aus der Medienwelt in den Raum. Hier zeigte es sich, dass es den Erwachsenen  teilweise an \u201eMedienkompetenz\u201c fehlte, das hei\u00dft, dass sie Begriffe, die im Sprachjargon der Jugendlichen selbstverst\u00e4ndlich sind, nicht kannten. Daher leitete Nagelschmid auch seine erste Forderung an die Eltern ab: Wer mitreden will, muss \u00fcber Medienkompetenz verf\u00fcgen und sich mit der Problematik auseinandersetzen. Kurz streifte der Referent dann die rechtliche Situation. So k\u00f6nnen sich sorgeberechtigte Personen  strafbar machen, wenn sie ihre Erziehungspflichten bspw. durch das Erlauben von indizierten Medien gr\u00f6blich verletzen.<\/p>\n<p>N\u00e4chster Schwerpunkt war das Handy.<\/p>\n<p>Neben zweifellos vielen Vorteilen, die dieses Medium bietet, so lauern doch in vielen Bereichen auch massive Gefahren auf die jugendlichen Benutzer. Nagelschmid zeigte viele praktische Beispiele auf,  mit denen Missbrauch getrieben werden kann. Z. B. das Weitergeben und Verbreiten von gewaltverherrlichenden oder pornographischen Bildern, das Mobbing und das \u201eHappy Slapping\u201c. Ebenso ging der Referent auf das Handy als Geb\u00fchrenfalle ein. Klingelt\u00f6ne, Logos, Abos aller Art k\u00f6nnen von Kindern und Jugendlichen problemlos abgeschlossen werden. Umso schwerer ist es nachher, sich aus den Vertr\u00e4gen wieder zu l\u00f6sen. Abschlie\u00dfend stellte Nagelschmid eine Checkliste f\u00fcr den Handykauf vor und verwies auf entsprechende Hilfen im Internet.<\/p>\n<p>Damit wurde bereits der zweite Hauptteil des Vortrages, das Internet, angesprochen.  Kinder unter 12 Jahren sollten nicht alleine ins Internet gehen d\u00fcrfen, so der Referent. Kinder dieses Alters k\u00f6nnen mit den vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten, positiv und negativ, noch nicht umgehen und brauchen die Begleitung der Eltern.<\/p>\n<p>Anhand von konkreten Beispielen zeigte Nagelschmid,  wie schwierig alleine die richtige Adresssuche sein kann. Durch Links, Tippfehler etc. ist man sofort auf Werbe- oder Pornoseiten. Der Jugendschutz ist hier so gut wie nicht vorhanden.  F\u00fcr Kinder ist es einfach, Abos oder Vertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen und \u00e4hnlich wie beim Handy ist auch hier ein Ausstieg problematisch.<\/p>\n<p>Im letzten Teil seiner Ausf\u00fchrungen streifte Bernd Nagelschmid noch die sogenannten \u201eSocial communities\u201c wie bspw. Facebook oder Sch\u00fcler-VZ.<\/p>\n<p>Erneut anhand von konkreten Beispielen wurde aufgezeigt, dass das Internet nichts \u201evergisst\u201c und sich viele Jugendlichen mit allzu freiz\u00fcgigen Bemerkungen oder Bildern  sp\u00e4ter z. B. bei Einstellungsgespr\u00e4chen schaden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend stellte Nagelschmid den Eltern  noch einige aus seiner Sicht sinnvolle L\u00f6sungsans\u00e4tze vor:<\/p>\n<p>Verbote helfen nichts!  Kinder begleiten, auf Schwierigkeiten eingehen!<\/p>\n<p>\u201eOffener Standort\u201c des PC! Sich als Eltern selbst mit den Neuen Medien besch\u00e4ftigen und mit ihren Kindern spielen! Neue Medien nicht als Strafmittel einsetzen!<\/p>\n<p>Elternbeiratsvorsitzender Martin Stoiber bedankte sich bei Bernhard Nagelschmid f\u00fcr den informativen und anschaulichen Vortrag unter dem gro\u00dfen Applaus der Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.volksschule-arnschwang.de\/wp-content\/uploads\/100_9555.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1739\" title=\"Marting Stoiber bedankt sich bei Bernhard Nagelschmid\" src=\"http:\/\/www.volksschule-arnschwang.de\/wp-content\/uploads\/100_9555-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.volksschule-arnschwang.de\/wp-content\/uploads\/100_9556.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1740\" title=\"Bernhard Nagelschmid\" src=\"http:\/\/www.volksschule-arnschwang.de\/wp-content\/uploads\/100_9556-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Elternbeirat der Volksschule Arnschwang lud am vergangenen Donnerstag alle interessierten Eltern sowie die Lehrkr\u00e4fte zu einem Vortrag in die Schulaula ein. 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